Ich hoffte, dereinst als Baumeister mir einen Namen zu machen und so, in kleinem oder großem Rahmen, den mir das Schicksal dann eben schon zuweisen würde, der Nation meinen redlichen Dienst zu weihen.273

Endlich aber wollte ich des Glückes# 1933: Glückes ersetzt durch: Glücks;
1939: Glückes;
1944: Glücks
teilhaftig werden, an der Stelle# 1944: eingefügt: zu sein und wirken zu dürfen, von der einst ja auch mein brennendster Herzenswunsch in Erfüllung gehen mußte: der Anschluß meiner geliebten Heimat an das gemeinsame Vaterland, das Deutsche Reich.274

Viele werden die# 1944: die ersetzt durch: diese Größe einer solchen Sehnsucht auch heute noch nicht zu begreifen vermögen, allein ich wende mich nun# 1926: gestrichen: nun an die, denen das Schicksal entweder bisher dieses Glück verweigert oder in grausamer Härte wieder genommen hat; ich wende mich an alle die, die losgelöst vom Mutterlande, selbst um das heilige Gut der Sprache zu kämpfen haben, die wegen ihrer Gesinnung der Treue dem Vaterlande gegenüber verfolgt und gepeinigt werden, und die nun in schmerzlicher Ergriffenheit die Stunde ersehnen, die sie wieder an das Herz der teuren# 1937: teuren ersetzt durch: treuen;
1939: teuren;
1944: treuen
Mutter zurückkehren läßt; ich wende mich an alle diese und weiß: Sie werden mich verstehen!275

Nur wer selber am eigenen Leibe fühlt, was es heißt, Deutscher zu sein, ohne dem lieben Vaterlande angehören zu dürfen, vermag die tiefe Sehnsucht zu ermessen, die zu allen Zeiten im Herzen der vom Mutterlande getrennten Kinder brennt. Sie quält die von ihr Erfaßten und verweigert ihnen Zufriedenheit und Glück so lange, bis die Tore des Vaterhauses sich öffnen und im gemeinsamen Reiche das gemeinsame Blut Frieden und Ruhe wiederfindet# 1939: wiederfindet ersetzt durch: wieder findet;
1944: wiederfindet
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Wien aber war und blieb für mich die schwerste, wenn auch gründlichste Schule meines Lebens. Ich hatte diese Stadt einst betreten als ein halber Junge noch und verließ sie als still und ernst gewordener Mensch.276 Ich erhielt in ihr die Grundlagen für eine Weltanschauung im großen und eine politische Betrachtungsweise im kleinen, die ich später nur noch im einzelnen zu ergänzen brauchte, die mich aber nie mehr verließen. Den rechten Wert der damaligen Lehrjahre vermag ich freilich selber erst heute voll zu schätzen.